Präsentation

Präsentation - 10 Merkmale einer erfolgreichen Präsentation

Für viele Menschen ist schon die Vorstellung furchterregend. Allein vor einer Gruppe stehen zu müssen und über ein Thema zu referieren. Doch wer Erfolg haben will, muss eine perfekte Präsentation abliefern können. Erfahren Sie, wie Sie in 10 Schritten zum Profi werden!

Die richtige Vorbereitung

​Wissen ist Macht. Nicht nur an der Börse oder bei geschäftlichen Verhandlungen. Denn Wissen gibt Sicherheit.

Das ist bei einer Präsentation besonders wichtig. Sie können Ihre Zuhörer nur beeindrucken, wenn Sie mehr wissen. Im Klartext heißt das: Ihre Kompetenz muss während des Vortrags bei jedem Satz deutlich werden.

Ihre Zuhörer müssen spüren, dass der ideale Ansprechpartner zu dem behandelten Thema vor ihnen steht. Eine optimale Vorbereitung ist dafür unerlässlich. Gliedern Sie Ihren Vortrag nach den wesentlichen Unterpunkten.

Bauen Sie gezielt Spannung auf. Die Lösung des Problems gehört ans Ende, nicht an den Anfang. Das gelingt Ihnen nur, wenn die Präsentation einem „roten Faden“ folgt.

Um zu wirken, benötigt Ihr Vortrag eine Struktur. Doch Know-how alleine reicht nicht. Auch für Experten, die nicht regelmäßig vor Publikum stehen,  stellt der Zeitfaktor eine Herausforderung dar.

  • Problem Nr. 1: Die Zeit reicht nicht. Man verzettelt sich in Details, die den Vortrag inhaltlich nicht voranbringen und auch nicht spannender machen.
  • Problem Nr. 2: Man ist vor lauter Aufregung viel zu schnell fertig. Dagegen hilft nur das perfekte Timing der Präsentation. Bevor Sie Ihren Vortrag zum ersten Mal vor Publikum halten, sollten Sie ihn wie ein Schauspieler einüben. Nach Möglichkeit vor engen Vertrauten, auf deren Urteil Sie sich verlassen können

Die Gliederung des Themas

Mit Beamer und Laserpointer an einem Rednerpult zu stehen, um die Gunst fremder Menschen für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu gewinnen, erscheint unglaublich modern. Ist es aber nicht.

Einmal abgesehen von den technischen Hilfsmitteln. Die Wissenschaft der Rhetorik reicht bis ins 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurück. Und damals ging es nicht um ein gutes Geschäft.

​Bei den Verteidigungs- und Klagereden vor den Volksgerichten ging es häufig um Kopf und Kragen. Nur eine Chance. Jedes Wort musste sitzen wie der Pfeil auf einer Dartscheibe.

So wurden auch vor rund 2.500 Jahren  öffentliche Präsentationen schon zu einer Aufgabe für Profis. Die erkannten schnell, wie man effektiv andere Menschen überzeugt. Wovon auch immer: 

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  • Einer Idee, 
  • einem Produkt 
  • oder der Unschuld eines Angeklagten. 

Damit legten sie die Basis für unsere heutige Verkaufsrhetorik. Dabei bedienten sie sich gleichermaßen an rationalen und emotionalen Argumenten. Allerdings dürfen der Anfang und das Ende des Vortrags durchaus emotionaler geprägt sein.

Hier geht es nicht so sehr um Fakten. In diesen beiden Phasen der Präsentation geht es vor allem darum, die Zuhörer zu fesseln und auf die eigenen Interessen einzuschwören.

Dagegen sollte der mittlere Teil des Vortrags eine gesunde Mischung aus Fakten und Emotionen enthalten. In diesem Teil muss die Kompetenz erkennbar werden.

Zum Thema passende kurze Anekdoten sind lediglich das „Salz in der Suppe“. Sie beugen Ermüdungserscheinungen im Auditorium vor und bilden im Idealfall eine Brücke zwischen Theorie und Praxis.

Alle Bemühungen einer Präsentation folgen immer den drei Elementen:

  1. Beweisen (durch Fakten und Zahlen) 
  2. und Unterhalten (z.B. durch zum Thema passende kleine Anekdoten), 
  3. um schließlich dadurch den Willen der Zuhörer zu beherrschen.

Die Rolle des Moderators

Natürlich können Sie einfach vor das Publikum treten und loslegen. Profis wissen, wie man ein Publikum einfängt. Ein kleiner Scherz, der mit dem nachfolgenden Thema gar nichts zu tun haben muss, schon ist das Interesse der Zuschauer geweckt.

Doch selbst erfahrene Redner nutzen gerne einen Moderator, um das Eis zu brechen. Eine kurze Einführung ins Thema und die Vorstellung des Presenters erleichtern den Einstieg in die Präsentation spürbar.

Vor allem muss man vor fremdem Publikum nicht erst erklären, welche Voraussetzungen man mitbringt, die Sie zu diesem Vortrags befähigen. Das kann leicht als Selbstbeweihräucherung gedeutet und peinlich werden.

Ein gelungener Einstieg sieht anders aus. Ein Moderator kann ihre Kompetenzen dagegen in leuchtenden Farben schildern und dazu noch seiner Freude Ausdruck verleihen, dass es gelungen ist, Sie für diese Veranstaltung zu gewinnen.

Die Zustimmung des Auditoriums ist gewiss. Jetzt können Sie ganz entspannt mit Ihrer Präsentation starten.

​Die optimale Ansprache

​Dieser Punkt ist auch für erfahrene Redner eine echte Hürde. Der Inhalt der Präsentation spielt dabei nämlich eine untergeordnete Rolle. Es geht darum, den richtigen Ton für das jeweilige Publikum zu treffen.

Es macht einen erheblichen Unterschied, ob Sie vor Fachleuten oder interessierten Laien stehen. Bei einem Fachvortrag von Prof. Stephan Hawkings vor Kollegen hätte der Rest der Menschheit nichts verstanden.

Glücklicherweise konnte das Physikgenie seine Theorien bei Bedarf  so formulieren, dass auch wir Otto-Normalverbraucher begeistert mitgerissen wurden.

Das setzt einerseits voraus, dass man die Anforderungen des Publikums kennt, aber natürlich auch, dass man in der Lage ist, darauf einzugehen. Das kann schwierig sein.

Vor einem ähnlichen Problem stehen US-amerikanische Unternehmen, die auf den europäischen Markt drängen. Selbst sehr erfolgreiche Konzerne können sich oft nicht vorstellen, dass es sich hier nicht um einen einheitlichen Markt handelt.

Im Abstand weniger hundert Kilometer müssen andere Sprachen, andere kulturelle Besonderheiten und häufig auch andere Gesetze beachtet werden.

Ähnliches gilt für Präsentationen vor unterschiedlich geprägtem Publikum. Erfolgreiche Politiker haben ein Gespür dafür, wann es etwas jovialer werden darf oder sogar muss, und wann man besser nicht allzu „kumpelhaft“ werden sollte.

Um diesen Anforderungen immer gerecht werden zu können, braucht man eine eine Spur „gesunden Menschenverstand“ und auch ein wenig Erfahrung im Umgang mit Publikum.

Nach einigen Auftritten werden Sie ein Gespür dafür entwickeln, wie Sie die Menschen vor sich optimal erreichen können. Und mit noch etwas mehr Erfahrung werden Sie sich sogar trauen, hin und wieder ganz gezielt zu provozieren, um an ihr Ziel zu gelangen.

Das ist dann allerdings schon die hohe Schule der Präsentation.

​Keine Schachtelsätze

​Überfordern Sie Ihr Publikum nicht. Endlose Schachtelsätze mögen als Beleg für einen überdurchschnittlichen IQ gedeutet werden. Das bringt Ihnen allerdings nichts, wenn Ihnen inhaltlich niemand folgen kann.

Denken Sie also beim Formulieren Ihres Vortrags immer daran, dass zwischen dem geschriebenen und gesprochen Wort ein großer Unterschied besteht. Wenn Sie nicht völlig ungeübt sind und ihr Thema gut beherrschen, sollten Sie nach Möglichkeit nur mit ausgewählten Stichworten arbeiten, die Ihnen als „roter Faden“ dienen. 

Natürlich können Sie einzelne Pointen komplett ausarbeiten, um sicher zu gehen, dass Sie sich an diesen wichtigen Stellen nicht verhaspeln. Damit wäre die Pointe wertlos. 

Nach Möglichkeit ohne komplettes Manuskript zu arbeiten hat zudem noch weitere Vorteile. Es wird leichter, die bereits erwähnte „optimale Ansprache“ zu finden, da die Wortwahl freier wird.

Außerdem wirkt der Vortrag weniger auswendig gelernt. Es wirkt professioneller, wenn die Präsentation mit einer Leichtigkeit dargeboten wird, als ob man gerade einfach seinem geballten Know-how freien Lauf lassen würde.

Die Nervosität beherrschen

Gerade hat man seinen Text noch beherrscht, doch wenn´s los geht, scheint alles wie weggeblasen zu sein. Manchmal ist es schon kurios.

Menschen, denen man es kaum zutrauen würde, halten aus dem Stand druckreife Reden. Andere, die vor lauter Selbstvertrauen nur so strotzen, wirken vor Publikum auf einmal plötzlich hilflos.

Das Gestammel ist nicht nur unprofessionell, sondern geradezu peinlich. So überzeugt man sicher niemand. Doch wie und warum entsteht diese Form von Stress, auch wenn wir ihn manchmal gar nicht haben wollen?

Die Antwort liegt in einem Teil des Gehirns der Locus Coeruleus oder „Blauer Kern“ heißt. Von hier aus werden andere Hirnbereiche in Alarmbereitschaft versetzt, wenn Gefahr droht. Allerdings können die Nervenfasern im  Locus Coeruleus nicht wirklich zwischen einer ernsthaften Bedrohung und einer als solche empfundenen unterscheiden.

Schon läuft das komplette Programm ab. Stresshormone werden ausgeschüttet, das Herz schlägt wie nach einem 100-m-Sprint, der Blutdruck steigt. Alle Reaktionen des Organismus sind voll und ganz auf die Abwehr der Gefahr konzentriert.

Da bleiben nicht viele Ressourcen, um sich auf einen Vortrag konzentrieren zu können. In so einer Situation wirkt man fahrig und unkonzentriert. Doch wie wird man die Nervosität wieder los?

Noch dazu in einem Moment, wo es vielleicht um die berufliche Zukunft geht?

Dafür gibt es ein paar Tricks, die alles andere als schwierig sind.

Tipp Nr. 1: tief ausatmen. Nichts beeinflusst das vegetative Nervensystem so schnell und nachhaltig wie die Atmung. Achten Sie dabei ganz gezielt auf das Ausatmen. Ziehen Sie zum Ende dieses Vorgangs bewusst die Bauchmuskulatur nach innen, um auch den letzten Rest Luft loszuwerden. Bereits nach wenigen Atemzügen werden Sie ruhiger. Der hierdurch ausgelöste Reiz auf den präfontalen Cortex wirkt hemmend auf die Stress auslösenden Prozesse. Machen Sie sich dazu noch durch aufmunternde Gedanken zusätzlich Mut, z.B. durch „Ich bin super vorbereitet und schaffe das!“ Dann kann niemand Sie an diesem Tag stoppen!

Ein fester Stand

In wenigen Augenblicken ist es soweit. Sie spüren, wie das Blut in ihren Schläfen pocht und den Drang, sich auf der Stelle in Luft aufzulösen. Aber ihr Publikum bekommt das nur mit, wenn Sie es zulassen.

Um eine unangenehme Situation möglichst schnell hinter sich zu bekommen, tendieren viele Menschen dazu, möglichst schnell loszulegen. Falsch. Das wirkt unkonzentriert und die Nervosität wird für jeden im Raum greifbar.

Statt einfach zu beginnen, nehmen Sie erst einmal Haltung an. Ein Bein ist dabei leicht nach vorn versetzt, der Oberkörper aufrecht und der Schultergürtel nach hinten gezogen. Das signalisiert innere Ruhe und Selbstsicherheit.

Am Anfang mag das noch gespielt sein, aber schon nach kurzer Zeit wird dieses Gefühl Realität. Lassen Sie Ihren Blick langsam über ihre Zuhörer gleiten. Stellen Sie eine Verbindung her. Suchen Sie nach interessierten Gesichtern mit einem warmen freundlichen Gesichtsausdruck.

Das werden ihre optischen Ankerpunkte während des Vortrags. Lassen Sie den Blick gelegentlich von einem zum anderen Ankerpunkt gleiten. Wenn Sie die ganze Zeit auf ein Gesicht fixiert sind, wirkt das wie erstarrt. Im schlimmsten Fall sogar so, als ob sie die anderen Zuhörer absichtlich ignorieren.

Die Stimme entscheidet mit

​Nervosität wirkt sich nicht nur auf die Pulsfrequenz aus, auch die Stimme ist betroffen. Sie wird höher und schneller. Das ist schade und kostet unnötig Punkte. Die Stimme spielt eine ganz entscheidende Rolle für die Wirkung, die wir auf andere Menschen haben.

Völlig unabhängig vom Gesagten. Achten Sie einmal drauf, wenn ein Gesprächspartner beim Reden den Anschein erweckt, als würde er sich selbst überholen. Das ist das fast immer ein Zeichen von Unsicherheit.

Aber auch das kann man in den Griff bekommen. Die Technik hierzu liefern professionelle Schauspieler. Die Basis für eine Stimme, die trägt und überzeugend wirkt, ist die Atmung. Je tiefer der Atem in den Bauchraum gelangen kann, umso beruhigender wirkt das auf die Stimme. Je hektischer der  Atem, umso schriller wird die Stimme.

Das vermittelt im Extremfall einen geradezu hysterischen Eindruck. Sprechen Sie bewusst etwas langsamer als gewöhnlich. Betonen Sie entscheidende Begriffe.

Ganz wichtig: Legen Sie bewusst immer wieder kleine Pausen ein. Damit bekommen Sie Ruhe in Ihre Stimme und in den ganzen Vortrag. Außerdem geben solche kleinen Pausen den Zuhörern die Gelegenheit, das gerade Gehörte zu verarbeiten.

Einsatz von Medien

Bei Präsentationen - vor allem längeren - werden in der Regel auch Medien wie Powerpoint eingesetzt. Das ist gut, solange diese Medien dazu dienen, Kernaussagen für die Zuschauer greifbarer zu machen.

Völlig verfehlt ist ihr Einsatz, wenn jeder Satz von einer Folie begleitet wird oder gar ganze Sätze darauf vorformuliert sind, die vom Vortragenden nur noch abgelesen werden. 

Viel mitreißender und informativer für das Publikum kann ein kurzer eingebetter Film zum Thema sein. Vor allem zum Start des Vortrags kann ein solcher Clip gleich für die nötige Aufmerksamkeit sorgen.

Auch sollte man sich nicht dazu hinreißen lassen, die ganze Zeit selbst auf seine Folien zu blicken. Dadurch geht der Kontakt zum Publikum verloren. Außerdem versteht es sich von selbst, dass man als Referent weiß, was auf den Folien abgebildet ist.

Hin und wieder ein kurzer Blick ist okay, aber dann müssen die Zuhörer wieder im Mittelpunkt stehen. Viel besser kann man Unsicherheiten mit Hilfe von kleinen Notizkärtchen überspielen, die man in der Hand hält. Die haben zudem den Vorteil, dass man sich nicht ständig die Frage stellen muss, was man mit seinen Händen machen soll.

Ein Schlusspunkt mit Stil

​Natürlich darf auch das Ende des Vortrags nicht dem Zufall überlassen bleiben. Schon gar nicht sollte dabei der Eindruck entstehen, dass man froh ist, endlich wieder aus dem Rampenlicht treten zu dürfen.

Eine kurze Zusammenfassung sollte ebenso obligatorisch sein wie das Angebot, Fragen stellen zu dürfen.

Erst wenn keine Fragen mehr gestellt werden, kann man sich beim Publikum für die Aufmerksamkeit bedanken und sich unter einem dann wohlverdienten Applaus zurückziehen.

Schlu​ssw​orte

Damit wären nun auch schon am Ende unseres Blogbeitrages zum Thema Präsentation - 10 Merkmale einer erfolgreichen Präsentation.

Ich hoffe Du konntest einiges zum Thema "Präsentation" für Dein Business mitnehmen, lernen und Dir hat mein Blogbeitrag gefallen.

Ich würde mich riesig freuen, wenn Du den Beitrag teilen würdest. 

Damit machst Du sicher auch anderen Lesern eine Freude! 

Dein Stefan

Stefan
 

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